Der Einsatz von Schulhunden an der WSO

Auf den Hund gekommen

Die Waldschule ist auf den Hund gekommen – genauer gesagt, sind seit dem Schuljahr 2021/2022 zwei ausgebildete Schulhunde im Einsatz. Wozu ein Hund in der Schule bzw. in einer Schulklasse? Ein Hund hat eine positive, beruhigende Wirkung auf das Klassenklima. Er kann unterschiedliche Aufgaben übernehmen – z.B. als Lernmotivator, als Lärmregulierer, als Stressreduzierer, als Tröster und vieles mehr. Ein Schulhund bietet sich zudem an, um etwas über den allgemeinen Umgang mit Hunden im Alltag zu erfahren, die Körpersprache des Hundes verstehen zu lernen und Kinder von eventuell vorhandenen Ängsten zu befreien.

Die Anwesenheit eines Hundes in einer Schulklasse

  • steigert die Aufmerksamkeit/Konzentration,
  • fördert die soziale Integration einzelner Schüler:innen,
  • schafft eine freundliche und lockere Lernatmosphäre,
  • fördert einen intensiveren und freundlichen Umgang miteinander,
  • senkt den Geräuschpegel,
  • mindert aggressives Verhalten,
  • sensibilisiert den Umgang mit Hunden,
  • steigert die Motivation.

Darüber hinaus kann der Hund zur gezielten Förderung in sämtlichen Entwicklungsbereichen eingesetzt werden:

  • visuelle, haptische und auditive Wahrnehmung
  • Fein- und Grobmotorik
  • Sozial-emotionale Kompetenzen
  • Sprachliche Fähigkeiten
  • Koordination
  • Räumliche Orientierung
  • Konzentration
  • Kommunikation u.v.m.

Das Projekt „Schulhund“ ist an der Waldschule im vollen Gange. Das Konzept wurde bereits der Schulkonferenz vorgestellt und soll in Kürze ins Schulprogramm aufgenommen werden. Dieses wurde von den Hundeführerinnen, Kaneko Sunagawa-Lutz und Fenja Hofmann, ausgearbeitet.

Schulhund-Team Fr. Hofmann & Emma

VORSTELLUNG EMMA

Rasse: Spinone Italiano (Vorstehhund)
Geburtsdatum: 24.03.2014
Im Einsatz seit: November 2021
Charakterzüge: neugierig, freundlich, ruhig, offen, aber nicht aufdringlich

Fenja Hofmann hat die Schulhund-Team-Ausbildung bei handinpfote mit Emma absolviert. Frau Hofmann ist Sozialarbeiterin und arbeitet als „UBUS“ (Unterrichtsbegleitende Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte) an der Waldschule. Bei dieser vielfältigen Arbeit unterstützt Emma sie circa einmal pro Woche.

Seit November 2021 begleitet das Team den Schulalltag der 4. Klassen. Der Einsatz hat eine positive Wirkung auf die Kinder. Die Schüler:innen scheinen an diesen Tagen entspannter, leiser und ausgeglichener. Schon so einige Male konnte Emma durch ihre sanfte Art als „Seelentröster“ fungieren und Kindern zu einer besseren Befindlichkeit verhelfen.

Zukünftig wird sich das Schulhund-Team voraussichtlich in den vierten Klassen aufhalten, sowie andere Klassen nach Absprache und Bedarf besuchen.

Schulhund-Team Fr. Sunagawa-Lutz & Chili

VORSTELLUNG CHILI

Rasse: Labrador Retriever
Geburtsdatum:11.03.2019
Voraussichtlich im Einsatz seit: Mai 2022
Charakterzüge: Leichtführung, hohe Arbeitsfreude, mentale Ruhe

Kaneko Sunagawa-Lutz hat mit ihrer Labrador-Hündin Chili die Ausbildung bei „Schnauzenwelt geht in die Schule“ absolviert. Erfolgreich haben sie am 02. Juli 2022 die Prüfung bestanden und somit nun nach 3 Jahren die Schulhundeausbildung beendet. Chili wird bislang nur als Klassenhund in Frau Sunagawa-Lutz’ Klasse (Löwenklasse) einmal die Woche eingesetzt. In der Löwenklasse ist sie Motivator, Konzentrationshelfer, Lesehund, Lehrerassistentin und vieles mehr. Als Lesehund haben die Kinder zum Beispiel eine gemeinsame Vorlesezeit. Dabei wird die Lektüre von den Kindern selbst gewählt und Chili vorgelesen, die entspannt in ihrer Nähe liegt. Chili sorgt insgesamt für eine positive Lernatmosphäre, Ruhe und somit für ein konzertiertes Arbeiten.