Sonderwettbewerb

Soziale Natur "GRÜNER DAUMEN" - INKLUSIV!

WIR MÖCHTEN MIT DEM GARTEN EINEN KLEINEN BEGEGNUNGSRAUM IN DER NATUR SCHAFFEN FÜR GRUPPEN, DIE IM ALLTAG EHER NEBENEINANDER ALS MITEINANDER LEBEN. SO GIBT ES DIREKT NEBEN DER SCHULE DIE WOHNANLAGE FÜR JUNGE ERWACHSENE MENSCHEN MIT BEHINDERUNG. ES GIBT DIE WALDSCHULE MIT INKLUSIVEN KLASSEN MIT BEHINDERTEN KINDERN UND EINE REIHE VON FLÜCHTLINGSFAMILIEN, DEREN KINDER DIE WALDSCHULE BESUCHEN. BEGEGNUNGEN SIND SELTEN UND IMMER NOCH GIBT ES BERÜHRUNGSÄNGSTE. DIESE WOLLEN WIR DURCH DIE GEMEINSAME GESTALTUNG UND DIE FREUDE AM GARTEN ABBAUEN.

Laudatio von Herrn Stadtrat Michael Möser https://www.youtube.com/watch?v=dAHwyFbalVE

Unsere Idee in Kürze: Auf Initiative des Fördervereins Wohnverbund Obertshausen haben sich drei Gruppen zusammengefunden, um den seit langem verwilderten Schulgarten der Waldschule (Grundschule Hausen) zum Leben zu erwecken und langfristig gemeinsam zu nutzen. Beteiligt sind die Waldschule selbst, die den Garten alleine nicht bewirtschaften kann (Ferienzeiten, fehlendes Personal), ihn aber gerne nutzen möchte, der Förderverein der benachbarten Wohnanlage der Behindertenhilfe, der Integrations- und Freizeitmöglichkeiten für die Bewohner (Menschen mit Behinderung) aufbauen möchte und die Flüchtlingshilfe der Malteser, die aktive Integrations- und Beteiligungsmöglichkeiten für Flüchtlinge sucht. Dabei wollen wir mit viel Spaß am gemeinsamen Gärtnern - den Bewohnern der Wohnanlage (40 Personen) ein Stück Teilhabe am Leben ermöglichen, Außenkontakte in ihrer Reichweite und natürlich eine sinnvolle, aktivierende Freizeitmöglichkeit in der Natur mit vielfältigen Anreizen für die Wahrnehmung und zum praktischen Tun bieten, - den Grundschülern ihren Garten zurückgeben und damit die Möglichkeit der Naturbegegnung - und den Flüchtlingsfamilien eine Möglichkeit, sich aktiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen und hier, ganz konkret, die Schule ihrer Kinder von einer anderen Seite kennen zu lernen, vielleicht auch einmal auf der „Geber-Seite“ zu stehen, indem eigene Beteiligung eingebracht werden kann. Für alle zusammen soll durch diese neue Form der Kooperation auch ein Miteinander entstehen: Man lernt einander kennen, indem man gemeinsam plant, arbeitet und die Produkte genießt, z.B. in Form von Gartenfesten. Unserem Verein ist sehr daran gelegen, die Bewohner der Wohnanlage in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld heimisch zu machen. Nur sehr wenige Bewohner sind in der Lage, eigenständig in Obertshausen unterwegs zu sein; fast alle benötigen Begleitung. Die Stadtrandlage ihrer Unterkunft stellt hier eine große Hürde dar. Deswegen ist es uns besonders wichtig, im nahen Sozialraum langfristige Kooperationen zu entwickeln, nachhaltige Beziehungen aufzubauen und dabei ein Stück Inklusion möglich zu machen. Der Garten als Erfahrungs- und Begegnungsraum scheint uns hier besonders geeignet. Umsetzung und Fortgang des Projekts: Der völlig verwilderte, etwa 140 m² große Schulgarten wurde im letzten Sommer an einem Social Day der Fa. PerkinElmer (Juni 2018) teilweise hergerichtet und durch die 72-Std.-Aktion der Katholischen Jugend Obershausen in diesem Mai (2019) rolllstuhlgerecht ausgestattet (Weg) und gründlich instand gesetzt. Die finanzielle Unterstützung der Stiftung Miteinander Leben machte dann die weitere Ausstattung des Gartens mit Hochbeet, Gewächshaus, Gartenbank usw. möglich. Eine Garten-AG der Waldschule ist bereits aktiv, säht und pflanzt und baut eine Kräuterspirale. Die Wohnanlage nutzt den Garten ebenfalls und hat vor allem in den Sommerferien die Pflege übernommen und Salat, Tomaten, Zucchini etc. geerntet. Die Malteser Flüchtlingshilfe Obertshausen ist noch auf der Suche nach Familien, die sich beteiligen wollen. Zurzeit unterstützt ein syrischer Flüchtling unsere Arbeit. Unser Förderverein hat bereits ein Nachbarschaftsfest organisiert, das alle Beteiligten zusammengebracht und das Gartenprojekt dabei auch im größeren Kreis vorgestellt hat. Dieses Fest soll zur Tradition werden. BEZUG ZUR BIOLOGISCHEN VIELFALT: Der Garten soll biologisch bewirtschaftet werden. Der Schwerpunkt liegt darauf, Kindern der Waldschule und Bewohnern der Wohnanlage Obertshausen Naturerfahrung zu ermöglichen. Es wird vorwiegend „gegärtnert“, also Gemüse und Obst angebaut. Verschiedene Maßnahmen sollen die Artenvielfalt unterstützen; so werden Kräuter und Blumen angebaut und Insektenhotels aufgestellt. Für weitere naturnahe Ideen sind alle Beteiligten offen und es wird sich sicher noch das eine oder andere entwickeln.